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RATGEBER · STAND 22.10.2026

Fahrrad: Pflichtausstattung nach StVZO (2026)

Ob ein Rad im Straßenverkehr fahren darf, regelt vor allem die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Die Werkstatt kann dir Teile einbauen, die Verantwortung für ein vorschriftsmäßiges Rad bleibt aber bei dir als Fahrerin oder Fahrer.

Bremsen und Klingel

Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben. Eine einzelne funktionierende Bremse reicht also nicht aus.

Außerdem müssen Fahrräder mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein. Bei einem Termin lohnt es sich, beides ausdrücklich prüfen zu lassen und zu fragen, welche Teile ersetzt wurden.

Quellen: Bundesministerium der Justiz, Bundesministerium der Justiz

Licht und Reflektoren

Fahrräder dürfen nur in Betrieb genommen werden, wenn sie mit den vorgeschriebenen und bauartgenehmigten lichttechnischen Einrichtungen ausgerüstet sind. Das betrifft vorn mindestens einen Scheinwerfer für weißes Abblendlicht und hinten eine Schlussleuchte für rotes Licht sowie einen roten Rückstrahler der Kategorie Z. Die Pedale brauchen gelbe Rückstrahler nach vorn und hinten.

Scheinwerfer, Leuchten und ihre Energiequelle dürfen abnehmbar sein. Sie müssen aber bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechter Sicht angebracht werden. Nach der Straßenverkehrs-Ordnung sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen dann auch zu benutzen. Wer abnehmbare Lampen im Rucksack lässt, fährt also nicht vorschriftsmäßig.

Quellen: Bundesministerium der Justiz, Bundesministerium der Justiz

Pedelec: was zählt als Fahrrad?

Ein Elektrofahrrad gilt rechtlich als Fahrrad, wenn der elektromotorische Hilfsantrieb höchstens 0,25 kW Nenndauerleistung hat und die Unterstützung bei 25 km/h oder früher unterbrochen wird, ebenso wenn du im Treten einhältst. Für solche Fahrzeuge sind die Vorschriften über Fahrräder anzuwenden. Leistungsstärkere Modelle fallen nicht unter diese Regel; wie sie einzuordnen sind, steht hier nicht, das klärt der Händler oder die Zulassungsbehörde.

Bei Rädern mit elektrischer Tretunterstützung darf die Beleuchtung am Antriebsakku hängen, wenn nach einer entladungsbedingten Abschaltung des Antriebs noch mindestens zwei Stunden Strom für das Licht bleiben oder der Motor übergangsweise als Lichtmaschine dient. Für Räder, die vor dem 1. Januar 2019 in Verkehr gebracht wurden, gilt das nicht.

Quellen: Bundesministerium der Justiz, Bundesministerium der Justiz

Checkliste vor dem Werkstatttermin

Mit diesen Punkten kommst du vorbereitet in die Werkstatt. Sie ersetzen keine Prüfung durch die Fachkraft, helfen aber bei einem klaren Auftrag.

Wer ein Fahrzeug führt, hat dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug vorschriftsmäßig ist. Ein Mangel an Licht oder Bremse sollte deshalb nicht bis zur nächsten Inspektion warten.

Quellen: Bundesministerium der Justiz

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Allgemeine Informationen, keine Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung im Einzelfall. Stand: 22.10.2026

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